
Nachdem ich einem guten Freund mit folgender Nachricht geantwortet habe, habe ich realisiert, dass ich seit Monaten verstärkt unterwegs bin und unter der Woche selten zu Hause bin. Und da wundere ich mich darüber, dass ich mich ständig rastlos fühle? Mittlerweile ist es so, dass ich meine Kulturtasche noch nicht einmal mehr auspacke, wenn ich zu Hause bin.
“Hey Stefan. Mir geht es soweit gut. [...]Ich bin ständig auf Achse und pendele zwischen Saarbrücken, Illingen, Homburg und Heidelberg hin und her. Hoffe du bist gesund? Also in einer Woche hast du ja Geburtstag.”
Ich habe ein wirklich schlechtes Gewissen, weil allmählich die ersten Vorwürfe in meiner Inbox vorfinde: “Eine Freundschaft ist nicht auf eine SMS pro Woche aufzubauen.” Als ich heute Morgen aus der Dusche herausgekommen bin, bin ich erstarrt und habe ich mir vorm Spiegel ein paar Gedanken um diese Worte gemacht.
Alex meint, dass ich von meinen Freunden durchaus ein gewisses Maß an Toleranz und Verständnis verlangen kann, da ich nunmal auch kurze Lebensabschnitte durchlaufe, in denen ich meine Prioritäten umverteilen muss. Und das mag wohl stimmen. Ein befriedigendes Gefühl ist das für mich jedoch nicht, da ich mir vorgenommen habe, in Zukunft niemanden mehr zu vernachlässigen.
Das Ticket für die morgige Zugfahrt nach Heidelberg habe ich gestern Abend bereits gebucht. Ich freue mich riesig auf unseren Herbstspaziergang am Neckar. Alex würde sagen: Alarm-1-Rot.
3 Kommentare
“kurze lebensabschnitte durchlaufe in denene ich meine prioritäten umverteilen muss…” Gehts noch? Mensch Bubi, schwafelst du immer so geschraubt? Das ist ja lachhaft.
Nicht immer, aber oft.
na dann verteile mal schön weiter deine prioritäten, auf das sich das strahlende bild des schwulen jungspießers vervollkommene oder so ähnlich.