
Ich olle Passwortschlampe.
Zugegeben, ich bin bezüglich meiner Passwörter ziemlich schlampig und mache so gut wie alles falsch, was man falsch machen kann. Aber damit ist nun Schluss! Heute Mittag habe ich endlich für ein bisschen mehr Passwortsicherheit gesorgt und habe mich von meinem Zwei-Passwort-System (wichtig versus weniger wichtig) getrennt. Endlich brauche ich nicht mehr so viel Angst zu haben, dass jemand über Nacht meine Nussschale vergewaltigt missbraucht.
Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass eine absolute Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, aber man darf es den vielen Bösewichten da draußen auf der großen weiten Welt nunmal auch nicht zu einfach machen. Also habe ich nun für jeden Dienst ein einzigartiges, ellenlanges und kryptisches Passwort erstellt, wobei jedes zufällig durch ein Programm generiert worden ist.
Und da ist leider der Haken, denn an dieser Stelle können Sie sich vorstellen, dass ich mir nicht drei Dutzend Passwörter zu je zweistelliger Zeichenanzahl merken kann. Also liegen diese Passwörter verschlüsselt auf meinem Rechner, wo sie lediglich durch einen hoffentlich starken Apple-Algorithmus, Time Machine und mein geheimes Masterpasswort geschützt sind. Der ist dadurch zwar kein Schlüssel zu meinem Herzen, aber quasi einer zu meinem ganzen Leben.
Mein Passworttresor.
Stellt es ein allzu großes Sicherheitsrisiko dar, Ihnen den Namen des Programms zu verraten, das ich benutze? Ich hoffe nicht: Mein erster Eindruck von 1Password von Agile Web Solutions ist durchweg positiv. Leider ist dieses Produkt lediglich für Mac OS X konzipiert. Laut Angabe des Herstellers durchläuft bereits eine synchfähige iPhone-Applikation das Zulassungsprozedere Apples und sollte demnächst anfänglich kostenlos im iTunes App Store zu erwerben sein.
Des Weiteren wird übrigens auf Wikipedia im Artikel über “Kennwort” erläutert, wie ein sicheres Passwort zu erstellen ist.
2 Kommentare
oh weh!
)
bitte daran denken:
- sicherungskopien des containers anfertigen
- login nur von deinen eigenen devices praktikabel
- eine kette ist nur so schwach wie ihr schwächstes glied (dein masterpasswort muss schon ein mastersatz sein
- bei web-services keine geheimfragen wählen deren antwort eh jeder kennt (“was ist mein lieblings-…gel..”)
- Sicherungskopien fertigt Time Machine an, da bin ich fast sorglos.
- Der Zugriff von Fremdrechnern aus ist in der Tat schwierig. Falls das iPhone-App sicher scheint, würde ich alles wohl für Ausnahmefälle mit mir rumtragen.
- Das Masterpasswort ist in der Tat ein Mastersatz.
- Und solange meine Mailaccounts, mit denen ich mich bei einem Service anmelde, nicht in falsche Hände gelangen, ist das doch sinnvoll? Bei manchen Diensten ist eine solche Angabe ja sogar Pflicht.
P.s. Diese Paranoia habe ich von dir!