
Meine erste Studienwoche ist genau genommen das zweite Mal, dass ich als Erstsemester fragend und wundernd über einen Campus spaziere. Manche studentische Umgangsformen und Eigenheiten kenne ich bereits aus sechs vorhergehenden Semestern und deswegen starte ich ins neue Studium nicht allzu hilflos. Trotzdem muss ich hier und da schmunzeln, da sich die Uni Heidelberg in manchen Aspekten grundlegend von der Uni Saarbrücken unterscheidet. So ist es beispielsweise, dass in Heidelberg die meisten Lehrveranstaltungen nicht wie in Saarbrücken auf einem großen zentralen Campus stattfinden.
Naturwissenschaften und Medizin befinden sich – so wie ich verstanden habe – zum großen Teil im Neuenheimer Feld, wohingegen die Wirtschafts- und Geisteswissenschaften in der Altstadt oder in Bergheim stattfinden. Diverse Fakultäten und Institute haben hier und da auch noch einzelne Stellen verstreut. Ist man so wie ich an zwei verschiedenen Fakultäten immatrikuliert, ist es unvermeidbar, zwischen verschiedenen Veranstaltungen hin und her zu pendeln.
Ich habe mir von höheren Semestern sagen lassen, dass sich einem die Struktur selbst im höheren Fachsemester nicht unbedingt erschließen muss und man sich deswegen keinen Kopf zerbrechen sollte.
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